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Throwback: Roadtrip Ligurien

Throwback: Roadtrip Ligurien

Weil Urlaub einfach die schönste Zeit des Jahres ist und das Erinnerungs-Kino daran fast wie eine Wiederholung ist, packe ich hier meine schönsten Erinnerungen an den Roadtrip durch Ligurien aus.

Dabei schwelge ich in Gedanken von italienischem Wein, Foccacia in allen Variationen, dem Meeresrauchen und dem immer leicht in der Luft liegenden Duft von Rosmarin und Olivenöl und versuche so, die verbleibenden Zeit bis zum nächsten Roadtrip zu beschleunigen.

Aber ganz von vorne. Die Grundlage für 10 Tage Roadtrip entlang der ligurischen Küsten gen Westen ist Erwin. Ein Seat Leon Experience, der uns nicht nur von Insbruck über Genua bis nach Imperia gebracht hat, sondern auch als Schlafzimmer und Veranda, Küche mit Essplatz und Naturbadezimmer gedient hat. Halt, die Fahrräder waren auch noch dabei.

Sobald die Rücksitze umgelegt und die Vordersitze ganz nach vorne geschoben waren, hatte eine 120cmx200cm Matratze Platz. Stauraum hatten unter dem Kofferraum-Boden und im Fußraum der Rücksitze. Nicht sonderlich viel, aber so, dass das Wichtigste dabei war – einschließlich Mini-Grill.

Auftakt – Innsbruck

Nach der Auftaktnacht auf einem kleinen Campingplatz ins Innsbruck, ging es am zweiten Tag direkt weiter nach Riva del Garda.  Von der Idylle rund um den Gardasee war kaum etwas zu spüren. Wer hätte es gedacht, im italienischen Ferienmonat August. Und so entschieden wir uns nach einem Tag am See und einem Abend an der Seepromenade weiter Richtung ligurische Küste zu fahren.

Riva del Garda – Parkplatz für Erwin, Schlafplatz für uns

Planmäßig sollte es weiter nach Monterosso al Mare gehen, eines der fünf Dörfer der berühmten Cinque Terre. Doch bereits die enge Serpentinenstraße in das Dorf war voll. Voll von Autos, Bussen, Menschenmassen und Touristen, morgens um 7 Uhr. Genau das war einer der unschönen Reisemomente. Ein Moment in dem ich mich als Tourist unwohl gefühlt habe, am liebsten schnell nach Hause und keinesfalls weiter Teil dieser Massen sein wollte. Auch wenn unsere ungeplante Weiterfahrt nach Bonassola, dem weniger berühmten Nachbardorf, dieses Gefühl nur leicht verschwinden lassen konnte, haben wir dort wenigstens etwas Ruhe und einen wunderschönen Schlafplatz gefunden. Wir entschieden zunächst bei italienischem Cappuccino am Meer die nächsten Tage weiter zu planen.

 

Bonassola – italienischer Traum-Cappuccino

Nach einem Strandtag ging es, trotz der Bedenken vom Vortag, am nächsten Tag früh morgens mit der Bummelbahn nach Monterosso al Mare. Ein wunderschönes kleines Küstenörtchen durchzogen von engen Altstadtgassen, kleinen Cafés und historischen Gebäuden. Trotzdem hat man nicht den Eindruck verloren, dass ganz viel, wenn nicht sogar alles, für den Tourismus gemacht wird. Der italienische Schein bleibt aufrechterhalten, die Authentizität geht verloren. Nach einem großzügigen Spaziergang ging es wieder zurück nach Bonassola. Dort haben wir bei einem ganz süßen Italiener im wunderschön angelegten Hinterhof den Tag ausklingen lassen.

Bonassola – Beste Pizza überhaupt!

Nach zwei Nächten in Bonassola fuhren wir weiter nach Genua – mein persönliches Roadtrip Highlight. Nicht nur weil die Hafenstadt ein ganz besonderes Gefühl vermittelt, sondern auch, weil wir dort zauberschöne menschliche Erfahrungen gemacht haben. Ich werde nie vergessen, wie uns ein ganz lieber italienischer Opi morgens frischen Saft ans Auto gebracht hat, nachdem er gesehen hatte, das wir darin übernachtet haben. Oder dass wir den Geldbeutel den ganzen Tag auf dem Autodach liegen hatten und nach dem Tag in der Stadt, am Hafen und auf unzähligen italienischen Märkten, den Geldbeutel unangetastet vorgefunden haben.

Über den Dächern Genuas

Um den langen Weg nach Hause etwas zu unterbrechen, haben wir einen letzten Zwischenstopp in Imperia eingelegt. Ein letztes Mal echte italienische Pizza und Weißwein, echtes italienische Eis und die (vorerst) letzten Momente „Urlaubsgefühl“.

Zusammenfassend: Ja, ich kann diesen schönen Küstenstreifen Jedem empfehlen – ganz gleich ob als Roadtrip Route oder eher als klassisches Urlaubsziel mit Übernachtungen in Unterkünften. Auch wenn einige wenige kritische Worte gefallen sind, war es zauberschön. Dass wir für den Roadtrip den Hauptreisemonat August ausgewählt haben, lag ja immerhin auch in unserer eigenen Veranwortung 🙂

Ich zähle den Countdown bis zum nächsten Roadtrip durch Korsika. Habt ihr Tipps und Empfehlungen? Wo geht es für euch als nächstes hin?

Eure Cathrin

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