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Korsika – Roadtrip 2017

Korsika – Roadtrip 2017

Endlich ging es wieder auf die Straße – gemeinsam mit Erwin (du hast ihn hier bereits kennengelernt: Throwback: Roadtrip Ligurien). Unser Ziel: Korsika. Ich kannte die Insel lediglich aus Erzählungen, habe viel Positives über Natur, Strände oder lokale Produkte gehört, aber auch einiges Negatives, über Massentourismus oder weniger freundliche Einheimische. Gerade weil jeder Mensch jede Situation anders wahrnimmt und auffasst, ging ich unvoreingenommen auf die Reise. Ich freute mich einfach auf Urlaub, Strand & Meer und französischen Rotwein.

Nachdem wir mit der Fähre von Genua nach Bastia übergesetzt haben (wir haben die Nachtfähre genommen, um möglichst viel Zeit zu sparen), konnte es endlich losgehen. Wo es genau hingehen sollte, stand nicht fest. Ganz ungeplant und spontan, haben wir einfach geschaut, wo es uns hingezogen hat. Wobei uns der Gedanke, einmal Korsika zu umrunden besonders gut gefiel. Außerdem hat uns der Ehrgeiz gepackt, besonders schöne Stellplätze für Erwin und damit schöne Schlafplätze für uns zu finden 🙂

Fähre: Genua – Bastia

Was das Thema wild campen angeht, scheint es, als sei Korsika eine „gebrannte Insel“. Bereits die meisten Parkplätze (!!!) sind für Wohnmobile oder große Vans verboten und durch Höhenbegrenzungen unzugänglich gemacht. Hinweisschilder verbieten das wild campen ausdrücklich und drohen mit hohen Geldstrafen. Dass wir uns mit Erwin jedoch keine Gedanken machen mussten, bestätigte uns ein junger Korse, den wir direkt am ersten Tag kennenlernen durften. Auch er wohnte in seinem kleinen Bus (so groß war Erwin ja noch nicht mal) direkt am Strand. Das Wichtigste sei, dass man es nicht „übertreibe“, keinen Müll hinterlässt, nicht zu laut ist, sich einfach „anständig“ verhält – dann „interessiere es Niemand“. Jackpot – eine bessere Nachricht hätten wir am ersten Tag nicht hören können. Bevor ich euch hier jeden unserer Stops auf der Route aufliste, anbei meine absolut schönsten Korsika Momente. Bei Rückfragen zu detaillierteren Routen einfach bei mir melden.  

 Stop 1: Favone

Nachdem wir in Bastia angelegt haben, fuhren wir direkt ein gutes Stück (auf der Karte sieht das deutlich weiter aus – lang angefühlt hat es sich nicht) gen Westen, bis wir das kleine Dörfchen Favone erreichten. Wir konnten es kaum glauben. Nicht nur das Gefühl endlich im Urlaub angekommen zu sein sondern auch der wunderschöne, leere und nicht überlaufene Strandabschnitt von Favone. War der direkt am Strand gelegene Parkplatz nicht auch der perfekte Schlafplatz für die erste Nacht? Sicher waren wir uns lange nicht, bis uns dann (wie berichtet) ein junger Korse alle Zweifel nahm und wir die erste Nacht direkt (direkter geht wohl kaum) am Strand geschlafen haben. Die „Silver Linings“ von Favone ließen die ersten Eindrücke von Korsika zusätzlich unvergesslich werden.

Silver Linings von Favone

Bonifacio & Ajaccio

Ich liebe französische Küstenstädtchen. Auch wenn meine zwei Favoriten lange keine Geheimtipps mehr sind, kann ich sie euch wirklich ans Herz legen. Ja, sie sind touristisch, aber dennoch sehenswert, alle beide mit ganz individuellem französischem Zauber. Die Felswände um Bonifacio sowie die im Zentrum liegende Festung wirken anfangs fast ein wenig bedrohlich, verleihen dem Städtchen damit aber auch einen einzigartigen Flair. Dahingegen ist der tägliche Markt mit frischen, lokalen Produkten in Ajaccio fast friedlich.

Bonifacio

Markt Ajaccio

Piana/D81

Ja, wir haben uns für einen Roadtrip entscheiden und ja, dementsprechend viel Zeit haben wir auch im Auto verbracht. Bei guter Musik, einem leckeren Lunchpaket entlang den Küsten war das definitiv kein „Zeitverlust“. Die Ostküste fährt sich angenehm, größere Strecken sind dort problemlos zu absolvieren. Die Westküste hingegen wird deutlich wilder – die Kurven enger, die Abhänge tiefer, die Ausblicke atemberaubender. Unsere Route führte uns meist über die D81. Je nach Straßensituation haben wir im Westen nicht mehr als 25km die Stunde zurücklegen können – schneller ging einfach nicht. Es ging kein 5m gerade aus und die Kurven wurden noch enger – für „empfindliche“ Auto- oder Beifahrer ist das nicht sicher nicht das Beste. Belohnt wurden wir, auf dem Weg von Ajaccio nach Galeria, mit dem wunderschönen Bergdorf Piana, umgeben von unbeschreiblichen Felswänden – die „Les Calanches di Piana“. Geprägt von der rauen Küste und den klimatischen Bedingungen, haben sich die Felsen zu eigenen Kunstwerken entwickelt. Wir machten Halt, genossen das Naturspektakel und die feine Bergluft.

Piana

Les Calanches di Piana

Lieblingsschlafplatz Cargèse

Auch wenn wir einige Nächte auf Campingplätzen verbracht haben (allein für praktische Dinge, wie Wäsche waschen etc.), blieben die Schlafplätze in der Natur unser Favorit. Im Westen der Insel, ganz in der Nähe von Cargèse, haben wir den versteckten Strand Chiuni entdeckt. Direkt am Strand, neben Kühen auf der Weide haben wir dort einen weiteren perfekten Park- und Schlafplatz entdeckt.

 

So, das sind sie, meine Korsika Highlights. Jetzt habe ich euch ganz andere Highlight vorgestellt, wie vor dem Schreiben des Posts vermutet. Aber manchmal lohnt es sich einfach, nicht nur die ganz „offensichtlichen“ Erlebnisse abzuspeichern und in Bildern festzuhalten. Denn meistens sind es gerade die zunächst unscheinbaren Momente, die jeden Urlaub einzigartig machen.

Wo geht es für euch als nächstes hin?

Cathrin

PS: Gerne teile ich auch meine Erfahrungen zu den „Korsika Klassikern“ wie etwa Porto Vecchio, Rondinara oder Palombaggia mit euch, just let me know 🙂

 

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